Ausrüstung beim Wandern – worauf achten?

Zum Wandern gehören die richtigen Schuhe, Kleidung, Rucksack, Proviant, Erste-Hilfe-Material, ein Wanderstock und am besten etwas Technik. Nur auf sehr kurzen Touren unter einer Stunde können Wanderfreunde auf das eine oder andere verzichten.

Der richtige Wanderrucksack

bigstock-People-in-mountains-13839188Dieser wird meist zu klein gekauft, am besten plant man die Größe entsprechend der längsten denkbaren Tour. Das Material sollte wasserdicht sein, was auch kleinere Taschen einschließt. Diese beherbergen die Dinge, die laufend gebraucht werden, wie das GPS, eine Uhr, das Handy oder die Wanderkarte.

Selbst die Trinkflasche wird am günstigsten außen angebracht, ebenso Tragestöcke, wenn die Hände einmal frei bleiben müssen. Die Trageeigenschaften sind essenziell, Lasten sollen sich gut auf dem Rücken verteilen, ohne dass der Rucksack zu dicht aufliegt. Hochwertige Rucksäcke sind deshalb mit einem Tragegestell ausgestattet.

Wanderschuhe

Bei einfachen Wanderungen vorwiegend über feste Wege und Straßen mögen Straßenschuhe genügen, im Gelände ist der Outdoorschuh die perfekte Lösung. Echte Sportschuhe sind zwar prinzipiell bequem, aber auch luft- und damit ebenso wasserdurchlässig.

Im Mittelgebirge eignet sich ein Hiking-Schuh mit halbhohem, gepolsterten Schaft als Schutz für die Knöchel, auf Trekkingtouren kann der Trekkingstiefel mit noch höherem Schaft angezogen werden. Im Hochgebirge schließlich kommen die Trekker um gletschertaugliche Stiefel nicht herum, diese gibt es nur im Fachhandel (auch online).

Tipps für den Umgang mit den Stiefeln:

  • vor Abstiegen nochmals nachschnüren
  • festes Schnüren auch bei Joggingschuhen im normalen Gelände
  • auf festen Sitz an den Fersen und Luft an den Zehen achten
  • Schuhe mit genügend Zeit und abends (mit etwas “dickeren” Füßen) kaufen

Wanderkleidung

bigstock-an-illustration-of-a-boy-and-g-16617635Auf jeder Wandertour geht es auf und ab, was Temperaturunterschiede mit sich bringt. Auch kann jederzeit das Wetter wechseln. Daher wird bei der Kleidung prinzipiell der Zwiebellook empfohlen, damit Kleidungsstücke an- und abgelegt werden können.

Wäsche und Kleidung müssen Wasser abweisend und dennoch atmungsaktiv sein, Gore-tex liefert beispielsweise solche Lösungen. Im Hochgebirge und im Winter sind Handschuhe, Sonnenbrille und -creme, Kopfbedeckung und Wechselwäsche Pflicht. Als Kopfbedeckung sind Caps ausgezeichnet geeignet, im tiefen Winter muss allerdings die Pudelmütze mit Ohrenschutz her.

Material der Wanderausrüstung

Minderwertiges Material erzeugt nicht nur Missmut, es kann gefährlich werden. Bei den Schuhen leuchtet das schnell ein, dass jedoch nicht atmungsaktive Kleidung zu gefährlicher Unterkühlung führen kann, wird unterschätzt. Wanderfreunde, die auf dem Geschmack gekommen sind – das sind die meisten – und die Minderwertigkeit ihres Materials feststellen mussten, rüsten in der Regel nach der dritten Wanderung um.

Sie schaffen oft alles komplett neu an, und das wäre preiswerter gegangen. Die kostenintensivsten Ausrüstungsstücke sind die wirklich gute Kleidung und auch ein brauchbares GPS, auf das man nicht mehr verzichten möchte, wenn man die Vorzüge schätzen gelernt hat.

Proviant

Wer wirklich über zehn Stunden und länger wandert, muss Proviant mitführen, nicht überall säumen Bauden den Wanderweg. Ideal geeignet sind Vollkorn, Gemüse, Käse, Müsliriegel, Trockenobst und einige Äpfel. Getrunken wird mindestens ein Liter pro Person, am besten richtet man sich auf 1,5 bis 2 Liter ein. Hierbei sind ungesüßter Tee, Wasser mit wenig Kohlensäure und Schorle allem anderen vorzuziehen. Bei den Flaschen wird Glas strikt vermieden, es ist alles erlaubt, was nicht bricht und splittert.

Handy und GPS

Ein Handy sollte aus Sicherheitsgründen dabei sein, beim GPS-Navigationgerät ist darauf zu achten, dass der Akku recht lange hält. Vergleichstests zwischen den neuesten Geräten von Garmin und Magellan haben erwiesen, dass zwar die teuersten, modernsten Geräte über ausgezeichnete Displays verfügen, manche preiswerteren Trekking-Navis allerdings die längste Akku-Laufzeit aufweisen. GPS Geräte kann man meist günstig online bestellen, hierbei würden wir das Gerät GPS Garmin eTrex aktuell empfehlen. Damit behalten Sie in jedem Gelände den Überblick.

Und diese ist nun einmal essenziell, anders als im Auto. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der Akku rund 15 Stunden durchhält. Die Rückführfunktion der Outdoor-Navis kann im Ernstfall sogar Leben retten.

Wanderstock

Im schwierigen Gelände ist der Wanderer für einen Teleskopstock sehr dankbar, selbst wenn er ihn zuvor belächelt hat. Im Schnee ist er sogar unabdingbar und hilft schlimme Verletzungen zu vermeiden, die beim Treten in eine Schneewehe entstehen würden. Zudem trägt er zur Schonung der Knie bei. Ein Teleskopstock nutzt aber nichts, wenn er sich nicht schnell verstellen lässt. Seine Maximallänge muss zur Körperhöhe passen, zudem muss er belastbar sein. Ein Billigstock ist nicht zu empfehlen, er könnte gefährlich werden, wenn er wegknickt.

Erste-Hilfe-Set

Blasen sind der Klassiker beim Wandern, ohne ihre Behandlung könnte es echt nicht mehr weitergehen. Darauf ist das Erste-Hilfe-Set vorwiegend ausgerichtet, zudem werden Medikament für Personen mit Herzproblemen, Asthma oder Diabetes mitgeführt.

Die Standardliste weist auf:

  • Heftpflaster
  • Blasenpflaster
  • Wundinfektionsmittel
  • sterile Wundauflage
  • Verbandspäckchen
  • Dreieckstuch
  • Schere, Taschenmesser
  • eine Rolle Tape
  • Einmalhandschuhe
  • Rettungsdecke aus Alufolie
  • Schmerzmittel

Auch Mittel gegen Sonnen- und Insektenstiche können mitgeführt werden, eventuell Kopfschmerz- und Durchfalltabletten.

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